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Bauwerke

Görlitz überstand den Zweiten Weltkrieg fast ohne Zerstörungen und besitzt eine Altstadt mit zahlreichen historischen, teilweise denkmalgeschützten Bauwerken. Görlitz trägt deshalb auch den inoffiziellen Beinamen „Stadt der Türme“. Die Altstadt unterteilt sich in die mittelalterliche Stadt mit fast komplett erhaltener Mittelalter- und Renaissance-Bebauung und die sich anschließenden Gründerzeitviertel mit vollständig geschlossenen Gründerzeit- und Jugendstil-Straßenzügen. Görlitz ist die Stadt mit den meisten freistehenden Denkmälern in Deutschland. Hinzuweisen ist auf die Peterskirche, den Marktplatz (Ober- und Untermarkt) und die Bauten beziehungsweise Bauteile aus der Renaissance. So befindet sich in Görlitz der Schönhof, erbaut 1526 durch Wendel Roskopf d. Ä., das älteste deutsche Bürgerhaus und erste Renaissance-Bauwerk in Görlitz. Auch aus neuerer Zeit existieren einzigartige Bauwerke: Das Hertie-Warenhaus am Demianiplatz, direkt neben der Frauenkirche gelegen, ist heute das einzige historische Jugendstil-Kaufhaus in Deutschland, das den Zweiten Weltkrieg überstanden hat. Es wurde 1913 nach Plänen von Carl Schumann errichtet, der die Fassade nach dem Vorbild des Berliner Kaufhauses Wertheim gestaltete. Seit 1984 wurde das Warenhaus rekonstruiert.

 

Weitere interessante Bauwerke:

  • Biblisches Haus in der Neißstraße, die Fassade aus Sandstein ist mit Szenen aus dem Alten und neuen Testament versehen
  • Lange Lauben mit Hallenhäusern
  • Reichenbacher Turm, der ehemalige Görlitzer Wehrturm mit vierkantigem Unterbau mit zwölf Wappen, u. a. die der Mitglieder des Sechsstädtebundes, bis 1904 bewohnt
  • Kaisertrutz, Teil der Stadtbefestigung – 1490 zum Schutz des westlichen Stadtzuganges erbaut
  • Ochsenbastei, Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung, Grünanlage ist im barocken Stil mit Wasserspielen und Ornamentbeeten bebaut
  • Die „Oberlausitzische Bibliothek der Wissenschaften“ in der Neißstraße
  • Waid- und Renthaus, der Aufbewahrungsort und Stapelplatz für die Tuchfärberpflanze Waid aus dem 14. Jahrhundert, heute Fortbildungszentrum für Handwerk und Denkmalpflege e. V.
  • Stadthalle (seit 1. Januar 2005 geschlossen)
  • Altstadtbrücke (am 20. Oktober 2004 wiedereröffnet)
  • Neißeviadukt
  • Nikolaiturm
  • Dicker Turm/Frauenturm
  • Blockhaus
  • Ratsapotheke mit Sonnenuhr von Scultetus
  • Rathaus mit Verkündigungskanzel und Gerechtigkeit|Justitia-Standbild
  • Stadtbibliothek Görlitz im Jugendstil



Sakralbauten

Besonders mehrere Kirchengebäude prägen die Silhuette und das Stadtbild von Görlitz. Die Peterskirche hat zwei große Türmen, daneben laden auch weitere Sakralbauten zu einem „Kirchgang“ ein. Nicht nur im Altstadtbereich sind die Kirchen in Görlitz zu besichtigen, auch die Stadtteile haben so manches Kleinod zu bieten. Einer der bedeutendsten Sakralbauten, die Synagoge in Görlitz, ist die einzige in Sachsen, die die Pogromnacht 1938 unzerstört überstanden hat.

 

Eine Übersicht über die Gotteshäuser bietet die Seite „Kirchen in Görlitz“ an. Darüberhinaus sind Informationen zum Heiligen Grab und zu Besonderheiten der Ausstattung der Kirchen zu finden.