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Kloster St. Marienthal

St. Marienthal ist ein Zisterzienserinnenkloster in der Oberlausitz, Sachsen. Es liegt nahe dem Ort Ostritz direkt an der Neiße. Ostritz war bis ins 19. Jahrhundert Teil der Klosterherrschaft. Stift St. Marienthal, gegründet von Kunigunde, Gemahlin des Königs Wenzel von Böhmen im Jahr 1234, ist das älteste Frauenkloster des Zisterzienserordens in Deutschland. Es besteht seit seiner Gründung ununterbrochen.

 

Zum Konvent des Klosters gehören im Jahr 2005 15 Schwestern unter Leitung der Äbtissin Regina Wollmann.

 

Der weitläufige Klosterkomplex ist kulturhistorisch bedeutsam. Er umfasst die Konventsgebäude mit der Abtei als Wohnsitz der Äbtissin, die Klosterkirche, die Propstei (früher Wohnung des Propstes), die Kreuzkapelle und Nebengebäude wie Bäckerei, ein Sägewerk, eine ehemalige Mühle und eine Brauerei. 1992 wurde ein Internationales Begegnungszentrum mit zwei Gästehäusern gegründet, das Hotelübernachtungen anbietet und auch Seminargästen eines klosterzugehörigen Bildungswerks zur Verfügung steht.

 

Der Konvent von St. Marienthal besitzt umfangreiche landwirtschaftliche Nutzflächen, die zum größten Teil verpachtet sind. Der vom Kloster verpachtete Weinberg ist der östlichste Deutschlands. Das Kloster ist Träger eines Behindertenheimes mit 74 Bewohnern im nahe gelegenen Ort Schlegel. Die zugehörige Werkstatt für behinderte Menschen bietet 30 Arbeitsplätze.